schwester E


Montag, Dezember 06, 2004


dass ich eine glückssträhne habe, könnte ich nicht behaupten.




Montag, November 29, 2004


we look older than we are and younger than we feel...


Montag, Oktober 25, 2004


ich bin nicht für die arbeit geschaffen

und taumle nur mehr müde durch die gegend. eine schwester meines formats wirft das aber nicht um, weshalb ich altes suppenhuhn am samstag frl. professor e. auf den maturaball ihrer abschlussklasse begleitete. meine schwarzen schuhe hab ich sonst wo versoffen und deshalb tänzelte ich in den silbernen highheels aus den 70ern ins schloss grafenegg. abgesehen davon, dass dort schon 14 jährige zu lolitas gestylt auf dem ball rumfetten dürfen regte mich kaum etwas auf. der pickelige jüngling hinter der musikanlage prahlte mit 35.000 liedern, man könne sich ALLES wünschen. bei marianne rosenberg zuckte er aber doch nur mit den achseln....dafür kenn ich jetzt die neuesten hits von avril lavigne, oder wie die auch immer heißen mag.




Donnerstag, Oktober 14, 2004


queen of the road

ich hätte gerne einen parasol. jahrelang hab ich keinen gegessen und letztens bin ich im tiefsten waldviertel auf einem ausgerutscht. der war dann nicht mehr zu gebrauchen.

und heute hab ich geträumt, dass ich weltmeisterin im rumkugel-stapeln geworden bin. eine wunderschöne rumkugelpyramide ist mir da gelungen. ewiger ruhm ist mir schon mal gewiss.




Mittwoch, Oktober 06, 2004


keirophobie

...ich spür's, sie wird immer stärker. ob es gut ist, vor 16 uhr ein stamperl oder zwei zu trinken?




Montag, Oktober 04, 2004


der sud geht weiter...

wenn man auf einmal weiss, wo die nieren genau sitzen, dann ist das gar nicht gut. auweh, auweh, auweh. wenn man sich nicht mehr rühren kann und jeder häuslgang zur pein wird, dann ist's wieder mal so weit: juchee, hurra, der herbst ist da und man hat sich seinen armen unterleib verkühlt. gut, dass man eine reizende familie hat, die mit brauchbaren tipps und ratschlägen subito zur stelle ist.

muttern: "das kommt von diesen elenden hüfthosen, da muss man sich ja verkühlen. schau dich an! so kann man nicht durch die gegend laufen!!!!"
ich: "*grummel, grrr, ****...die bekleidungsindustrie....produziert nur so einen scheissdreck...."
muttern (tadelnd den zeigefinger schwingend): "und diese unterwäsche, was soll das sein, das ist keine unterwäsche, das sind stofffetzen. da wundert mich nichts mehr, aber auch schon gar nichts mehr. baumwollunterhosen, die schön das kreuz warm halten, die sind in dieser jahreszeit genau das richtige."
ich verweise dezent auf die schicken baumwoll-skiny-unterhosen-kollektion, die dank ihr mein wäscherepertoire aufpeppt.
muttern: "und überhaupt. unterleiberl musst du jetzt anziehen, aber längere, die du schön in die hose reinstricken kannst. hab ich dir ja letztens erst ein paar mitgebracht, die liegen sicher noch originalverpackt im schrank, das hast du jetzt davon...jaja, nie auf mich hören...."

großmutter mischt sich ein.

"und barfuss darfst auch nicht durch die gegend laufen, das ist nicht gut für ein mädchen. da kannst du mal keine kinder bekommen!"

vater gibt seinen senf dazu:

"blödsinn! wenn du einen neuen lover hast, dann lass dir gefälligst einen persilschein von ihm geben. trichonomaden, blabla, tralala.....(es folgt eine aufzählung sämtlicher medizinischer grauslichkeiten....)...alles, wirklich ALLES kannst du dir holen"....

bei mir macht sich am mittagstisch ein kleines unwohlsein breit und ich trolle mich in mein jugendzimmer.

letztendlich hat mir mein herr papa antibiotika verschrieben. dankeschön aber auch, geht das auch ohne kommentare?

und das nächste mal widmen wir uns folgender thematik: vertrotteln väter im alter vollkommen? woher kommt ihr plötzliches interesse für das sexualleben ihrer kinder (inklusive fallbeispiele) und warum ist ihnen nichts mehr peinlich.





Montag, September 27, 2004


die hoffnung lebt

hab mir zum zwecke der selbsterbauung den jungbauernkalender bestellt. weil ich kein bauernbundmitglied bin, kostet mich das unmoralische werkl 3 euro mehr. in dem falle werde ich aber mal nicht so knausrig sein.




Freitag, September 24, 2004


roxy music rocks

oh mein gott...


I could feel at the time
There was no way of knowing
Fallen leaves in the night
Who can say where they´re blowing
As free as the wind
And hopefully learning
Why the sea on the tide
Has no way of turning
More than this - there is nothing
More than this - tell me one thing
More than this - there is nothing
It was fun for a while
There was no way of knowing
Like dream in the night
Who can say where we´re going
No care in the world
Maybe i´m learning
Why the sea on the tide
Has no way of turning
More than this - there is nothing
More than this - tell me one thing
More than this - there is nothing

bill murray singt roxy music, so schön trällere ich schon lange. habe mich angesichts der rekapitulation entschlossen zu kapitulieren und frank und frei ein flascherl sekt geöffnet. hicks. man gönnt sich ja sonst nichts. bitte verstehen sie mich nicht falsch. ich muss die gehorteten alkoholbestände im kühlschrank vernichten, sonst hat das futter keinen platz. dafür haben sie sicher verständnis. und dann, dann zieh ich mein faltenrockerl an und stapfe hinaus in die finstre nacht. who can say where we´re going...








rekapitulation:

15 leute waren wir damals in der maturaklasse, das ist mein wissensstand:

e: lehrerin geworden, geschieden, neigt dazu, zur flasche zu greifen. beziehung: nicht in sicht. (o-ton: wenigstens hab i mei hacke", hicks)
c: müht sich im dritten absschnitt mit dem medizinstudium ab, will aber nie ärztin werden. säuft auch. beziehung: halbwegs stabil. (o-ton: "manchmal kotzt mich mein beschissenes, sinnloses, finanziell desaströses, jobloses, krankes dasein einfach an", hicks)
t: mta, 1 kind, würde gern öfters zur flasche greifen und tanzen gehen. beziehung: seit 10 jahren ups and downs. wir sollten uns wieder öfters sehen.
s: wurstelt sich im turnus ab. arbeitet zuviel, trinkt dafür erstaunlich wenig, bis gar nichts. beziehung: hochzeit im mai 2005.
r: diplomarbeit über artischokenzucht in europa (war in münchen stationiert), jetzt doktorarbeit über die bioparadeiser auf gran canaria. säuft brav und ist auf spanischen rum und zigaretten namens swing umgestiegen. muss ihn unbedingt besuchen. vielweiberei auf der insel.
h: in der klapse.
m: liegt irgendwie in den letzten zügen der diplomarbeit. hat ein kind von einem typ, mit dem sie schon mal vor 10 jahren zusammen war, bekommen und wohnt wieder am land.
r: ist glaub ich religionslehrerin, hat zwei kinder mit einem typen aus der parallelklasse bekommen und ihn geheiratet. auch wieder im ländle.
t: mta, macht weltreise und hat auf den fidji inseln im hula-rock geheiratet.
w: hat jus fertig studiert und hackelt. hat angeblich den megaerfolg bei allem, was er angeht und immer die heissesten bräute (brrr...wenn er immer noch so dreckige fingernägel hat)
f: hat glaub ich auch jus gemacht, war lange verlobt, wahrscheinlich mittlerweile verheiratet, häusl gebaut im ländle.
l: hmm, hat englisch und noch irgendwas studiert. keine ahnung, versteck mich immer im zug, wenn ich sie sehe.
b: ausbildung zur europasekretärin gemacht. hackelt irgendwas. letztes mal vor zwei jahren auf einer party in begleitung gesichtet.
a: deutsch/englisch professorin geworden. seit x jahren den selben typen.

angesichts dieser schauderhaften hard facts muss ich mich wieder meinem erbärmlichen dasein widmen. vielleicht trink ich zur zeit zu wenig.




Montag, September 20, 2004


jo mei, mei lebn ist recht spannend

irre, wie spannend sich mein dasein gestaltet. was schwester e so alles erlebt:
ein motorradausflug bescherte der anständigen schwester einen anständigen bluterguss. ansonsten bin ich natürlich eine kesse motoradbraut.

die schwester dreht ihren ersten film. es zeichnet sich jetzt schon ab, dass dieses machwerk kultstatus erreichen wird, muss wohl so sein, denn die strapazen sind enorm.

die schwester war stockbesoffen und fand sich karaokesingend in einem keller eines chinesischen lokals wieder.

we're caught in a trap.